Marokko Woche 1 1/2

(da ich unerfreulicherweise grad viel Zeit haben bereits ein neuer Blogeintrag, aber dazu später mehr)

Nein, der nette Ziegenhirte kam am nächsten Morgen nicht mehr. Ich habe nicht mal seine Ziegen irgendwo gesehen, obwohl ich am morgen Früh mit Panja noch auf den nächsten Hügel geklettert bin. Nachdem wir in absoluter Einsamkeit gemütlich gefrühstückt haben, ging es wieder zurück in Richtung Zivilisation. Auf dem Weg zur nächsten geplanten Piste haben wir beschlossen, dass wir vielleicht nochmals in einen Supermarkt sollten, bevor es dann auf die Tour geht. Der einzige Supermarkt bedeutet aber einen Umweg von etwa einer Stunde. Egal, machen wir. Und es hat sich gelohnt, denn ausser ein paar Besonderheiten war es fast wie in einem westlichen Supermarkt. Ausser, dass die Marokkaner wohl das unverpackt Konzept erfunden haben. So eine riesen Auswahl an offen erhältlichen Lebensmittel habe ich noch nie gesehen.

Nach dem Einkaufen ging es ein Stück zurück zu einem anderen Einstieg auf die geplante Strecke. Auf mehr oder weniger ruppiger Piste ging es vorbei an unzähligen neu geschaffenen Palmenplantagen. Wir wundern uns ein bisschen, wo das ganze Wasser für die Plantagen herkommen soll. Aber nun gut, die Marokkaner werden da wohl schon einen Plan haben.

Die Piste führte uns an verschiedenen Kunstwerken eines deutschen Künstlers vorbei. Irgendwie kam der vor vielen Jahren auf die Idee, Mitten in der Wüste ein Abbild des Orion Sternbildes und eine Himmelstreppe hinzustellen. Angesichts der brütenden Hitze haben wir auf eine Besichtigung verzichtet, ein gute Fotomotiv war es aber allemal.

Am Nachmittag sind wir in Erfoud auf dem Camping eingetroffen und haben Mark, unseren Guide für die nächsten 11 Tage, kennengelernt. Sonntag ging es dann ziemlich zeitig Richtung Erg Chebbi. Das kleinere der beiden Wüstengebiete in Marokko aber mit den grösseren Dünen. Hier haben wir uns einen lokalen Guide genommen, der uns einen Tag durch die Dünen führen wollte. Da es zu heiss war und deshalb um den Mittag rum der Sand für unsere schwergepackten Reisemobile kaum mehr fahrbar war, ist es auf einen halben Tag ausgelaufen. Wir haben es nicht ganz geschafft, das Erg von Nord nach Süd zu durchqueren. Aber egal, das Sandfahren hat mal wieder riesen Spass gemacht.

Anschliessend haben wir in einem Hotel noch Tee und Kaffe getrunken und für Caro lag sogar einen Sprung in den erstaunlich kalten Pool drinnen. Da wir bereits beim Luft ablassen am Morgen gemerkt hatten, dass einer unserer Reifen weniger Luft hatte, mussten wir noch eine Werkstatt aufsuchen. Das ist ja in Afrika immer ein Erlebnis. Da wird mitten in der Werkstatt gebetet und bei uns in der Schweiz hätte der Suva Inspektor wohl Schnappatmung.

Aber der Reifen wurde sorgfältig repariert und wir konnten uns ein sehr leckeres Mittagessen in einem Restaurant gleich daneben gönnen. Frisch gestärkt war der Plan, ein Stück zu fahren und uns dann einen Wildcampspot zu sagen. Aber Pläne können geändert werden, wie wir in Zukunft noch ein paar Mal erfahren werden… Kaum losgefahren hören wir ein wirklich sehr ungewöhnlich Geräusch. Was ist denn das? Das Getriebe? Vor uns bremst Mark plötzlich ab und fährt zu einer Tankstelle. Sein Auto fahre kaum mehr und sei dauernd ausgegangen. Hm. Martin hat sich das beides angeschaut, bei unserem Auto fand er es jetzt nicht sooooo ungewöhnlich, vermutlich wirklich das Getriebe aber das sollte kein Problem sein zum Weiterfahren. Hm okay. Bei Mark sah es anders aus. Also zurück zur Reifengarage. Dort wurde dann gesucht und gesucht. Und gefunden und repariert. Uff. Da es schon später Nachmittag war haben wir uns entschieden, gleich da im Ort einen Campingplatz anzufahren. Doch auf dem Weg wird Mark schon wieder langsamer. Öhm also doch nicht repariert. Im Schneckentempo auf den Camping und Mark wieder zurück in die Garage.

Martin und Marcel haben sich dann doch unser Auto nochmals etwas genauer angeschaut und ein Radlager nachgestellt (oder so). Und Caro und ich sind auf die Dünen gleich neben dem Camp geklettert. Das war vielleicht ein Spektakel. Kamelkaravanen, Motocrossfahrer, Spaziergänger, Offroader, alle haben sich bei Sonnenuntergang im Sand vergnügt. Wir sassen da auf der Dünen und fühlten uns fast wie im kitschigen Kino.

Mark war dann erst gegen 21 Uhr zurück. Dafür mit der frohen Botschaft, dass der Fehler wohl gefunden worden ist. Hoffen wir das Beste. Am nächsten Morgen ging es dann richtig los mit der Tour. Zuerst hat uns der Weg zu einer wirklich spektakulären Abbruchkante geführt.

Die Location diente schon als Kulisse bei vielen Filmen, unter anderem the Mummie und Spectrum.

Panja hat sich mit dem Souvenirhändler angefreundet und wir haben uns köstlich über eine Horde spanischer Motoradfahrer amüsiert. Nein man lässt den Töff nicht am Parkplatz, man versucht bis ganz nach oben zu fahren. Auch wenn etwa jeder dritte auf die Schnauze geflogen ist. Schaden konnte wir nicht mehr zugucken, wie die da alle wieder heruntergefahren äh geschlittert sind.

Den Rest des Tages sind wir durch die Wüste gefahren.

Mittagspause und der erste Marokkaner eilt heran, er braucht Benzin für seinen Töff. Schwierig bei drei Dieseln.

Aber eigentlich war es eben nicht DIE Wüste. Denn quasi um jede Ecke sieht es schon wieder ganz anders aus. Besonders toll war, dass nach den ausgiebigen Regenfällen die Salzseen teilweise grün waren. Auf einem haben sogar Dromedare geweidet.

Das Nachtlager haben wir in der Nähe der algerischen Grenze aufgeschlagen. Caro und ich haben uns ans Kochen gemacht und sogar meine fancy Vanlifelichterketten ist erstmals zum Einsatz gekommen.

Dienstag ging es dann noch für etwa zwei Stunden durch die Wüste, an zwei Militärposten vorbei, bis wir wieder auf die Teerstrasse gekommen sind. Unser nächstes Ziel Zagora war nur noch etwa 40 Kilometer entfernt. Der Plan stand – zuerst mal Mittagessen und dann den Nachmittag auf dem Camping verchillen. Aber wie war das nochmals mit den Plänen? Kaum auf dem Teer war da wieder das gleiche Geräusch wie vor zwei Tagen. Nur diesmal viel lauter. Sobald wir mehr wie 40 km/h gefahren sind, konnte man sich kaum mehr unterhalten. Nicht gut, gar nicht gut. Beim Anhalten und checken was los ist, wurden wir natürlich bereits von den ersten Mechanikern auf Mofas gesichtet. Die ersten Verkaufsgespräche fanden dann bei 50 km/h durch das geöffnete Fahrerfenster statt…

Die fliegenden Mechaniker

Das Lunchdate blieb aber anschliessend sind wir sind wir in die Garage gefahren. Problem ist offenbar das hintere Differential. Also ausgebaut und aufgemacht und grosse Stirnerunzeln. Zwei Schrauben waren komplett lose. Dadurch hat sich alles verschoben und das Diff ziemlich am Arsch.

Allgemeine Ratlosigkeit
Es warten noch andere auf Teile!

Weshalb das passiert ist? Gute Frage. Vielleicht ist was falsch gelaufen beim Einbauen der ARB-Sperren vor zwei Jahren? Die wichtigere Frage ist aber, wie kommen wir nun zu einem neuen Diff? Ali ist momentan immer noch dran, eines zu organisieren. Heute Abend oder morgen sollte eines kommen. Inshalla. Vertrödeln wir uns die Zeit also mal noch auf dem Campingplatz.

Marokko Woche 1

Mit Caron und Martin, die aus Süddeutschland kommen, haben wir uns auf einer Autobahnraststätte in der Schweiz getroffen. Anschliessend ging es gemeinsam auf der Autobahn Richtung Südfrankreich. Gegen 19 Uhr sind wir auf einem meiner Lieblingscampingplätze in Leucate Plage eingetroffen. Blöderweise schliesst der Camping bereits um 18 Uhr. Hätte man ja schon mal vorher abklären können… Während wir so diskutieren, was wir nun machen sollen, geht die Schranke wie von Zauberhand auf. Öhm okay, dankeschön, suchen wir uns auf dem praktisch leeren Platz ein hübsches Plätzchen. Glück gehabt.

Am nächsten Tag ging es nicht ganz so früh wie geplant weiter Richtung Süden. Ab dem Mittag wurde es in Spanien dann schon deutlich wärmer. Was uns alle gefreut hat den nun konnten wir endlich mal die neu eingebauten Klimaanlagen ausprobieren. Und was soll ich sagen? Herrlich. Einfach nur herrlich. Wieso bloss haben wir so lange damit gewartet? Na egal, Hauptsache wir haben nun eine…

Nächster Stopp war Calp. Dort haben wir unsere Zelte auf einem typischen Wohnmobil Campingplatz mitten in der Stadt aufgebaut. Leider waren wir dann doch etwas zu spät dran, damit es noch für die berühmte Wanderung auf den Felsen vor der Stadt gereicht hat. Schade. Aber immerhin waren wir sehr lecker und reichhaltig spanisch essen.

Während der Fahrt haben wir uns für den letzten Abend auf europäischem Boden noch ein 2-Zimmer Appartement in der Nähe von Gibraltar gebucht. Irgendwie fanden wir es stressfreier, dann am Morgen nicht noch erst alles zusammenpacken zu müssen. War ein guter Entscheid. Unsere Wohnung lag in einer hübschen Ferienanlage, hatte nebst den zwei Schlafzimmern sogar zwei Badezimmer und auf dem Spaziergang zum Restaurant hat man den Felsen von Gibraltar bei Sonnenuntergang gesehen. Schön!

Am Dienstag ging es zeitig zum Hafen. Die Tickets hatten Caro und ich am Abend zuvor schon organisiert und so waren wir Ratzfatz vor der Fähre und es hiess warten. Nebst den ganzen LKWs waren vielleicht 6 oder 7 private PKWs da. Hab ich so also auch noch nie erlebt.

Aber dementsprechend rasch waren wir natürlich auf der Fähre und nach der rund 1½-stündigen Überfahrt auch wieder runter. Die Einreise verlief völlig problemlos. Das einzige, das ein bisschen dauerte war, dass wir das Auto bei Marcel im Pass eintragen lassen wollten, obwohl ich die Halterin bin. Aber schlussendlich hat der nette Herr Zöllner (ja ja das gibt es!) auch das geschafft. Nach einem kurzen Blick ins Auto und der Nachfrage, ob wir Drohnen mit haben (haben wir natürlich wirklich nicht!), waren wir eingereist. Noch kurz Geld wechseln und schon ging es auf landschaftlich reizvollen Hauptstrasse in Richtung Chefchaouen.

Gegen Nachmittag haben wir bereits Quartier bezogen auf dem dortigen Campingplatz. Zusammen mit Scharen von Wohnmobilen, Vans und sonstigen Gefährten. Irgendwie waren wir grad ein bisschen überfordert mit dieser Anzahl an Touris. Aber Chefchaouen, die blaue Stadt, ist nicht umsonst so beliebt wie wir bei unserem Spaziergang durch die Stadt feststellen durften. Wobei Spaziergang ist ein bisschen untertrieben. Die Rückkehr ging eigentlich schon fast als kleine Bergwanderung durch. Keine Ahnung wie viele Höhenmeter zurück zum Camping zu bewältigen waren. Aber es waren so einige. Und dann kamen noch die zusätzlichen dazu, die wir absolviert haben, da wir den Weg aus diesem Gässchenlabyrinth fast nicht mehr gefunden haben 🙈.

Nun stand noch eine relativ ereignislose Etappe über Landstrassen in Richtung Midelt auf dem Programm. Dort schlugen wir unser Quartier auf dem Caping bei einem Hotel auf. Irgendwie ist es Marcel und mir beim Abendessen plötzlich aufgefallen, dass wir hier bei unserer letzten Marokkoreise vor vielen Jahren bereit untergekommen sind.

Und dann endlich die ersten Offroadkilometer. Und grad was für welche. Der berühmte Cirque du Jaffer stand auf dem Programm. Etwas unsicher, da wir doch unschöne Storys von gesperrten Strassen und aufdringlichen Nomaden gelesen hatten. Aber nix da. Die Tour durch den Canyon war spektakulär und ein toller Einstieg in unser Marokkoabendteuer.

Und weil’s so schön war, haben wir anschliessend noch eine Tour über den Tiz-Tagountsa angehängt. Auch das super super schön. Vielleicht auch weil sehr unerwartet?

Nur hat die Tour dann doch länger gedauert wie gedacht. Eigentlich wollen wir Richtung Imilchil. Aber da es bereits fast 18 Uhr war und die Sonne schon bald unterging haben wir uns entschlossen, bereits Richtung Süden umzuschwenken und die restlichen Touren für den Schluss aufzuheben. Denn wir müssen am Samstag in Erfourd sein. Dort werden wir uns mit Mark treffen, unserem Guide für die nächsten 10 Tage. Jedenfalls haben wir den Entscheid nicht bereut denn wir haben uns auf dem Camping bei der Auberg Boubbude einquartiert. Zur Begrüssung gab’s Tee mit Keksen und zum Abendessen ein sehr leckeres 3-Gange-Menue.

Beim Morgenspaziergang waren Panja und ich dann die Dorfattraktion. Aber alle waren sehr nett und haben lediglich freundlich gegrüsst. Wenn man mit dem Auto vorbeifährt fordern einige der Kinder schon sehr wehement Geld oder was zu essen ein. Aber zu Fuss war das hier überhaupt nicht das Problem.

Weiter ging es dann auf der Teerstrasse durch eine wirklich schöne Schlucht. Und völlig unverhofft waren wir plötzlich mitten in einer DER Touristenattraktionen. In der Thodra Schlucht. Das kommt davon, wenn der Reiseführer immer noch praktisch ungebraucht im Auto liegt. Wir haben uns dem Rummel hingegeben und Caro hat sich noch einen Schesch (ein Turbantuch) erstanden.

Nach ein paar Kilometern auf Asphalt waren wir dann auf Ausgangspunkt der nächsten Passüberquerung auf einer Piste. Ja ja ich weiss ich wiederhole mich, aber die Landschaft war grandios. Einmal abgesehen davon, dass die Steine eher schwarz waren hätte man das gut für Canyonland in den USA verkaufen können. Die Strecke war etwas ruppig aber gut zu fahren und hat so richtig Spass gemacht.

Nach einem kurzen Abstecher zurück in die Zivilisation ging es dann bereits auf die nächste eher unbekannte Piste. In einem trockenen Qued haben wir mitten in den Bergen dann unser Nachlager aufgeschlagen. Unser erstes Wildcamp in Marokko. Selbstverständlich ging es nicht lange, bis von irgendwo her ein Ziegenhirte angedackelt kam. Leider sprach er kein Wort französisch und wir konnten uns nicht unterhaltenund so ist er bald wieder weitergezogen. Vielleicht kommt er ja morgen zum Frühstück wieder vorbei, mal schauen.

Ach ja Frühstück. Hier ist momentan Ramadan. Einerseits heisst das, dass vor allem hier im Süden tagsüber alles geschlossen hat. Denn die Muslime dürften von Sonnenauf- bis -untergang weder essen noch trinken. Bei den Touristen wird das eigentlich nicht so eng gesehen. Trotzdem wurde Marcel bereits darauf hingewiesen, dass man das eigentlich nicht tut, als er während einem Unfall auf der Strasse wartend seinen Kaffee getrunken hat. Oups. Na ja, wir versuchen uns dran zu halten und tagsüber nur zu essen oder Kaffe zu trinken, wenn wir unsere Ruhe haben.

Abschied nehmen

Leider ist die tolle Zeit im Sand nun fast wieder vorbei und es heisst schon bald wieder Abschied nehmen von Tunesien. Dass dieses Abschied nehmen sogar noch länger dauern wird wie geplant, wissen wir noch nicht. Nach ein paar kleineren Dünen aus Puderzuckersand, erreichen wir Sabria. Irgendwie fühlt es sich an wie eine kleine Zeitreise. Nach der vollkommenen Einsamkeit der Sahara befinden wir uns auf einen Schlag gefühlt mitten in Afrika. Auf den Strassen wuselt es von Kindern, Eseln, Töfflis und und und.

Zuerst setzen wir uns in ein Café und lassen die Eindrücke auf uns wirken. Nachdem wir unseren Müll entsorgt und lebenswichtige Utensilien aka Zigaretten 😉 aufgefüllt haben, geht es nochmals zurück an den Rand der Sahara für unser letztes Camp. Leider spielt das Wetter nicht ganz mit und bläst uns den Sand um die Ohren (und in die Augen und zwischen die Zähne…). Der beste Platz ist in der Hängematte im Windschutz der Autos.

Der Sandsturm hat auch zum einzigen Materialverlust der Reise geführt. Ein Luftstoss und schwupps, die Markise hat die Autoseite gewechselt. Markise wieder eingepackt (Minus eine kaputte Stange…) und schwupps, schon fliegt die Markise der Nachbarn. Schlechtes Markisenwetter irgendwie.

Vielleicht als Wiedergutmachung für die kaputte Markise, hat uns der viele Sand in der Luft mit einem grandiosen Sonnenuntergang belohnt. Und da jemand so nett war, neben unserem Camp ein paar Palmen zu pflanzen, gab es so richtig kitschige Insta-Föttelis.

Unsere tunesische Crew kennt solche Stürme natürlich zur Genüge und wird kreativ. Für das Feuer zum Kochen wird ein tiefes Loch in den Sand gegraben. Und da wir nach dem Essen nicht ums Feuer sitzen können, wird das Feuer kurzerhand ins Zelt gebracht.

Am nächsten Tag ist dann definitiv fertig Wüste. Wir fahren nach Douz und beziehen Quartier auf einem wirklich tollen Campingplatz, der von einer Schweizerin und einem Tunesier geführt wird. Natürlich stürzen wir uns auch in das Gewusel von Douz und betreiben etwas Sightseeingkaffeetrinkshopping.

In die totale Entspannung beim Vorabendessenbierchen hinein erreicht uns die Nachricht, dass unsere Fähre sich entschlossen hat, erst einen Tag später zu fahren. Öhm was nun? Es bricht kurz etwas Hektik aus bis wir entschieden haben, was wir nun für ein Alternativprogramm starten werden. Ein Teil der Gruppe entscheidet sich, nach Hammamet an den Strand zu fahren. Die anderen wollen ein bisschen Kultur tanken und Karthago besuchen. Für die zusätzliche Nacht organisiert Nils für alle Zimmer in Tunis. Probleme sind schliesslich da um gelöst zu werden. Und so können wir das leckere Essen geniessen und unsere tunesische Crew noch verabschieden. Die einen hätte ich in ihrer Alltagskleidung mit Jeans und Hemd also um ein Haar nicht erkannt…

Eigentlich lagen heute 400 Kilometer auf Asphalt bis nach Sfax vor uns. Eigentlich. Da der Sandsturm aber immer noch wütete, lagen nun kleine Sanddünen auf der Teerstrasse. Der Sand wollte uns wohl nicht ganz gehen lassen. Aber ihr habt hier ja auch ein bisschen was von diesem Sand abbekommen ;-).

Auf dem Weg haben wir noch ein bisschen Touristenprogramm gemacht und eine Höhlenwohnung besichtigt.

Sfax gilt als als das eigentliche (Wirtschafts-) Zentrum von Tunesien und nicht etwa Tunis. Nach den ruhigen Tagen in der Wüste war nur schon der Weg zum Hotel ein kleiner Kulturschock. Aber wir haben’s geschafft ohne jemanden abzuschiessen oder abgeschossen zu werden. Uffff. Nach einer kurzen Erholungsphase an der Bar und einem leckeren libanesischen Snack ging es zu viert ins Getümmel der Medina. Olivenöl, Gewürze, Datteln und und und haben ihren Besitzer gewechselt.

Leider hat die Medina, offenbar wegen Corona, schon zeitig geschlossen und wir haben den Nachmittag in einem stylischen Kaffee über den Dächern von Sfax ausklingen lassen. Hätte ich zugegebenermassen hier jetzt auch nicht grad erwartet.

Zurück im wirklich tollen Hotel Ibis ging’s ans meeeeeeega leckere Buffet. Wunschlos glücklich könnte man sagen.

Tja und schon ist der letzte Tag gekommen. Zuerst noch kurz einen Supermarkt geplündert (es gibt da mehr Sorten Harissa wie bei uns Fondue). Dann ging’s über die Autobahn die letzten 200 Kilometer bis nach Tunis. Beziehungsweise für einen Teil unserer Gruppe nach ein paar Ehrenrunden durch Tunis 😉 nach Karthago. Ich kann ja schon nachvollziehen, weshalb man auf die Idee gekommen ist, diese Stadt genau dort zu bauen. Die Lage mit Sicht aufs Meer ist grandios. Da wär ich also auch eingezogen.

Wofür diese Steinkugeln waren, das hätte mich also echt wunder genommen.

Am Morgen ging es schon seeeeeeehr früh los Richtung Fähre. Die Fähre sollte zwar erst um 12 Uhr ablegen. Aber die Fährgesellschaft hat ein bisschen einen auf Panik gemacht und wollte, dass man um 6 Uhr schon da ist. Wer mich kennt weiss, wie mega gerne ich unnütz mitten in der Nacht aufstehe ;-). Ähm na ja. Ich muss allerdings im Nachhinein zugeben, dass der Entscheid nicht sooooo falsch war. Das Gute an dieser unchristlichen äh unmuslimischen Uhrzeit war, dass wir ohne Anstehen an die Boardingkarten gekommen sind und auch sonst alles recht unkompliziert abgelaufen ist. Einzig die Länge gab wieder zu reden. Erst war alles gut und er hat nicht so genau hingeschaut. Dann hat aber ein anderer Deutscher mit einem Kombi angefangen wegen der Länge zu diskutieren. Und plötzlich wollte der nicht immer sehr nette Herr unsere Autos auch nochmals messen. Bei uns kam er irgendwie auf 5 Meter und ein paar zerquetsche Zentimeter (zur Erinnerung, in Italien war es noch 5.24) und wollte wieder mehr kassieren und ist mit meinem Ticket abmarschiert. Ich habe einen Spurt hingelegt und konnte den netten Herrn dank meines fliessenden charmanten Französisch davon überzeugen, dass es doch reichen würde, wenn wir den Ersatzreifen runternehmen. Dann würden wir uns die drei zu vielen Zentimeter sparen. Ich war ja selber erstaunt, dass er sich darauf eingelassen hat aber irgendwie waren plötzlich alle Ersatzräder runter und ich glaube es musste niemand Überlänge bezahlen. So ein Theater also ehrlich. Ich muss ja wohl nicht erwähnen, dass die Fähre bei weitem nicht voll war und jedes Auto ausgestreckt hätte schlafen können. Aber na ja. So ist es halt. Ooooooohhhhhhhmmmmmmm wir sind auf dem Schiff.

Ich glaube ich habe schon mal etwas von Wind erwähnt. Der blies natürlich auch auf dem Wasser, was den Nebeneffekt hatte, dass die Fahrt ziemlich schwankig war. Das Geradeauslaufen wurde zu einer mehr oder weniger grossen Herausforderung. Und nein, das lag nicht (nur) daran, dass wir, aus Mangel einer geöffneten Bar, kurzerhand den Dutyfree Shop geplündert, Plastikbecher im Restaurant geklaut und eine eigene Bar eröffnet hatten.

Jedenfalls haben wir den letzten gemeinsamen Abend nochmals so richtig genossen, bevor es dann leider endgültig Abschied nehmen hiess.

Wir waren ja schon ein paar mal mit Nils von NPL Overland unterwegs und wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht. Die Tour war super organisiert, die tunesische Crew supernett und unsere Mitreisenden ein tolles Trüppchen. Und Wüste und Sandfahren ist so oder so geil. Soll heissen, wir werden die Tour sicher bald wiederholen. Sofern ein gewisses russisches (Klein-)kind nicht bald aus seiner Trötzeliphase herausgewachsen ist, vielleicht sogar schneller wie gedacht. Keep you updated.

Wüste pur, Teil 2

Nach den ersten Tagen zum Eingewöhnen, ging es nun so richtig in die Wüste rein. Die grobe Richtung lautete zum verlorenen See.

Entweder hatten wir uns schon an das Fahren im Sand gewöhnt, oder die Dünen waren einfacher. Jedenfalls kamen wir gut voran. Erst eine steile Anfahrt hat dann die meisten Fahrzeuge etwas auf die Probe gestellt. Der Plan war, wenn alles gut läuft (kleiner Insider…) bis am Abend zum verlorenen See zu kommen. Die Passagen wurden aber schwieriger und die letzten Fahrzeuge (wer da wohl dazugehörte… ) mussten sich immer öfters in mehreren Anläufen durch den aufgewühlten Sand kämpfen.

Nach einem erneuten Wühlen in mehreren Anläufen endlich wieder zur Gruppe aufgeschlossen sahen wir, dass bei Dieters Raumschiff die Stossdämpfer runter hingen. Öhm okay. Das sah nach einer längeren Reparatur aus.

Kurzentschlossen haben wir unser Camp gleich in der Nähe aufgebaut. Ein wunderschöner Platz, aber die Dünen zum Hochklettern um den Sonnenuntergang zu bewundern waren also seeeeehr hoch.

Durch die kleine Planänderung haben wir den verlorenen See dann erst am nächsten Mittag erreicht. Was aber überhaupt nicht schlimm war, denn der See ist jetzt nicht wahnsinnig schön zum Übernachten. Finde ich. Zum Glück war grad nicht so viel los. Offenbar kann hier ziemlich Ramba Zamba sein, je nach dem wie viele Gruppen den Weg zum See gefunden haben. Wir haben uns gemütlich ins Café gesetzt und ein mega leckeres Brique (keine Ahnung wie man das schreibt 🙈) mit Fladenbrot gegessen.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es dann weiter durch die Dünen. Hier sind die Dünen recht hoch und es gilt einige ziemlich steile Abfahrten zu meistern. Ich fahre lieber aufwärts wie abwärts und musste mich also schon ein paar mal Überwinden, mich dieser Rutschbahn einfach hinzugeben. Machen kann man nämlich eh nix. Das Auto rutscht in der Spur den Hang runter und man sollte lediglich aufpassen, dass einen die Hinterräder nicht plötzlich überholen.

Zwischen diesen Dünenfeldern liegt jeweils ein Ebene, die man durchqueren muss. Dort besteht der Boden aus sogenanntem Fesch Fesch. Das ist ziemlich tiefer loser Sand. Die Devise ist einfach, Augen zu und durch und ja nicht anhalten. Theoretisch. Tja das klappt natürlich nie bei allen und so wurde es eine ziemliche Plackerei, bis alle Autos durchgekommen sind. Nachdem im letzten grossen Feld gefühlt die Hälfte der Gruppe ausgeschaufelt werden musste und wir noch geholfen hatten, ein paar Tunesier auszubuddeln, haben wir kappituliert und unser Camp frühzeitig aufgeschlagen.

Wir wurden mal wieder fürstlich bekocht. Nebst dem «Chef» Walid besteht unsere tunesische Crew aus fünf Männern. Diese zeigen uns den Weg, helfen beim Auto ausbuddeln und stellen jeden Abend die Koch- und Esszelte auf und, das Wichtigste, sie bekochen uns abends und backen morgens frisches Brot. Meeeeeeega lecker. Fast wie im Hotel. Und das mitten in der Wüste.

Nach dem Essen sitzen wir jeweils zusammen ums Lagerfeuer, trinken Tee und singen. Also sie singen. Ihren Wunsch nach einem deutschen Lied sind wir leider nicht ganz nachgekommen. Sie würden wohl sagen, wir haben kläglich versagt. 🙈 Einen Abend wurden Jeannette und ich in ein paar Spiele der Beduinen eingeweiht. Nachdem ein kleiner Krieg über die Spielregeln geschlichtet worden ist. Anscheinend ist das wie beim UNO spielen. Jede Familie hat ihre eigenen Regeln. Und ja, sie haben nicht ganz immer gegen uns gewonnen, nur fast… 🙈🤣

Am nächsten Tag haben wir dann leider die grossen Dünen schon wieder hinter uns gelassen. Auf unserem Weg Richtung Zivilisation haben wir noch einen Tafelberg erklettert, ein etwas ähm spartanisches Museum besucht und sind über coole Pisten gebrettert.

Ach ja und ein Besuch beim Sandrosenfeld stand auch noch an. Die Sanddünen auf dem Weg sahen nach den grossen Verwandten nach nix aus. Aber der Sand war nochmals feiner, wie Puderzucker und hatte es echt in sich. Einmal kurz gepennt und zu wenig Gas und man sass auf einer Düne auf und musste gerettet werden.

Der letzte Abend vor der Zivilisation war dann nochmals so richtig zum Geniessen. Und schöne Fotos machen.

Wüste pur, Teil 1

Acht Tage Wüste Pur. Das stand nun auf dem Plan. Unsere Gruppe besteht aus sieben Teilnehmerfahrzeugen, dem Guidefahrzeug von Nils (endlich auch ein Toyota 😉) und zwei tunesischen Autos äh autoähnlichen Fahrzeugen.

Der erste Tag fängt gemächlich an mit kleinen Sandhügeln zum Einfahren. Schon bald sind wir aber mitten in den Dünen. Und prompt gibt es die ersten Bergeaktionen.

Das gehört aber einfach dazu. Na gut, dass das eine tunesische Auto komplett den Dienst quittiert, war so nicht ganz geplant. Somit hat die erste schwierige Passage dann schlappe zwei Stunden gedauert. Aber irgendwann waren alle oben und dass Zeitangaben in der Wüste sehr mit Vorsicht zu geniessen sind, das haben wir so grad auch mal gelernt. Trotzdem hatten wir noch genug Zeit anzukommen, zu lesen, zu quatschen, das eine oder andere Bierchen zu zischen oder was man sonst gerne macht am «Feierabend». Ich setzte mich am liebsten auf eine Düne, geniesse die unbeschreibliche Ruhe, lese ein Buch und bewundere den Sonnenuntergang.

Ich weiss, nicht jeder kann nachvollziehen,  was am stundenlangen durch den Sand gurken und Auto freischaufeln so faszinierend sein kann. Ich mag halt Wüsten in jeglicher Form total gerne. Und tiefer in eine Wüste eintauchen wie auf so einer Tour geht wohl kaum. Wenn man auf eine Düne steigt und sich 360 Grad um einen nur Sand zeigt, relativiert sich irgendwie alles. Und das brauch ich im Moment grad dringend. Wie klein sind wir doch im grossen Ganzen.

Dazu kommt das Zusammenspiel in der Gruppe. Ohne einander zu helfen und aufeinander Rücksicht zu nehmen geht es nicht. Auch wenn Rücksichtnahme im Alltag oft nicht mehr selbstverständlich ist, auf solchen Touren funktioniert es allermeistens. Dieses Mal hat es auf jeden Fall funktioniert. An dieser Stelle mal ein grosses Dankeschön an alle Beteiligten. Ich würde sagen wir waren ein recht harmonisches Grüppchen. Und das zwischen wildfremden Menschen mit den verschiedensten Hintergründen, die lediglich die gleiche Leidenschaft verbindet.

Ja und dann macht das Fahren im Sand wirklich Spass. Wir streiten fast, wer denn nun fahren darf. Meistens setz ich mich durch. Ausser wenn es schwierig wird und ich die Hosen voll habe, dann lass ich mich gerne ablösen 🙈. Ich darf aber ganz stolz behaupten, dass das immer weniger vorkommt. Wie heisst es doch so schön, man wächst an seinen Herausforderungen. Unser Toyota macht sich echt gut im Sand. Bin super happy, die bisherigen Investitionen haben sich mehr als gelohnt. . Tag zwei und noch nie Festgefahren.

Am Tag drei haben wir uns wieder aus dem ersten Dünengürtel herausgearbeitet. Leider hat das Begleitfahrzeug noch keine spontane Selbstheilung erlebt und musste mittlerweile bei jedem Stopp mit vereinten Kräften angeschoben werden. An einem Brunnen wurden in tunesischer Windeseile (hähäm) die Wasservorräte gefüllt. Ja ich gestehe, ich musste mir fast die Hand abhacken, um nicht ein paar der Löcher im Schlauch zuzudrücken, damit es eeetwas schneller ging… Ja ja, muss noch schwer an meinem Ooooohm arbeiten…

Beim Camp angekommen, hat uns dann das Begleitfahrzeug verlassen, um eine Werkstatt im zwei Stunden entfernten Douz aufzusuchen, bevor es dann endgültig weg von der Zivilisation ging. Keine Ahnung, was die da genau gezaubert hatten. Irgendwann in der Nacht kam er zurück und lief anscheinend problemlos. Mal gucken, ob es so weitergeht.

Auf los geht’s los!

Heute fängt die Reise so richtig an. Nach einem wirklich guten Frühstückbuffet und ein bisschen Verspätung, bis sich alle einsortiert haben, geht es los. Gut 600 Kilometer durchs Land liegen vor uns. Nach den Stadtgewusel sind wir schon bald auf der Autobahn. Zwar mit viel Verkehr aber ansonsten flüssig geht es loooooos.

Am Hafen in Genua haben wir eine tunesische SIM Karte bekommen. Irgend eine Promotion der Tunesischen Telefongesellschaft. Und was soll ich sagen? Eingelegt und funktioniert. Nöd schlächt. Das wird natürlich nur funktionieren, so lange wir nicht in der Wüste sind. Aber immerhin.

Hier noch ein paar Impressionen vom Weg, bevor wir endgültig in den Sand entschwinden.

Tunesien – Die Anreise

Lange ist es her, seit meinem letzten geschrieben Blogbeitrag. Es ist nicht so, dass wir nicht am Reisen gewesen wären. Aber manchmal geniesst man die Reisen auch einfach für sich selber. Auf vielfachen Wunsch (danke für euer Interesse!), werde ich versuchen, diese Reise wieder etwas zu dokumentieren. Sofern wir ab und zu online sein können.

Wie immer waren die letzten Woche bzw. Tage anstrengend. Packen, Putzen, Organisieren und dann kamen noch zwei Corona Ausbrüche und ein Hexenschuss dazu. Danke Karma gäll! Der Toyota musste zur MFK, wurde mal wieder vergoldet 😉 und war fangs wenige Tage vor der Reise abholbereit. Hat jetzt nicht grad zur Entspannung beigetragen. Dann kam unser im September bestelltes Dachzelt genau eine Woche vor Abfahrt im Laden an. Die Firma ATW in Ins war aber super und hat sich ins Zeug gelegt, dass wir es gerade noch rechtzeitig bekommen haben. Unser Klappzelt hat schon viele viele Jahre auf dem Buckel, die Nähte lösen sich langsam auf und die Reissverschlüsse verweigern immer öfters ihren Dienst. Da wir nun bereits für einige Touren von einer Zweizimmerwohnung auf ein Studio zurückbuchstabieren können, haben wir genug Platz auf der Dach und versuchen es mal mit einer Hartschale (ade du Geflatter im Wind, hoffentlich…) . Geworden ist es ein Maggiolina Grand Tour Medium in Extralang. Ob sich unsere Überlegungen, die zu diesem Kauf geführt haben bewahrheiten, werden wir sehen.

Gestartet sind wir frühmorgens um vier im Bündnerland. Die Fahrt nach Genua verlief recht ereignislos. Davon mal abgesehen, dass wir ein klitzekleines Stück San Bernardino Tunnel gekauft haben… 🙄 Blitzer mit der Toyotaschnecke, echt jetzt Marcel? 🙈🤣

Im Hafen haben wir die restlichen Teilnehmer der Tour getroffen. Wir sind nämlich nicht alleine unterwegs und haben uns (mal wieder 😉) einer Tour von www.npl-overland.de angeschlossen.

Aus irgendwelchen Gründen wollte die Fährgesellschaft, dass wir fünf Stunden vor Abfahrt da sind. Erwartungsgemäss führt dies dazu, dass man den ganzen Tag rumhängt und auf irgendwas wartet. Wir waren aber ja zum Glück nicht alleine und konnten die Gelegenheit nützen, unsere neuen Gruppenmitglieder kennenzulernen. Deshalb verlief der Tag fast wie im Fluge. Zwei Stunden vor Abfahrt (also vor der geplanten Abfahrt natürlich…) waren wir schon in der Kabine und konnten noch etwas fehlender Schlaf nachholen.

Das Check-in verlief relativ reibungslos. Ausser, dass fast alle 160 Euro für Überlänge bezahlen mussten. Ja, unsere Autos kratzen alle an den erlaubten fünf Metern. Gemäss Fahrzeugunterlagen sind wir 4.99. Auf die Schnelle gemessen hat der gute Herr am Tor dann 24cm mehr. Wo auch immer er die her hatte. Diskussionen zwecklos. War das erste Mal, dass die Länge überhaupt jemanden interessiert hat. Da ist die GNV wohl auf eine neue Einnahmequelle gestossen. Aber nun ja, Ärger runterschlucken und die Sonne auf Deck geniessen.

Eine echte Offroader-Fähre wäre es ja eigentlich.

Zum Abschluss des Tages haben wir das Bordrestaurant gestestet. Und was soll ich sagen. Das Anstehen war laaaaaaange (ja ja ich geb’s zu, das verwöhnt Schweizerlein wartet nicht sooooo gerne) und hat dazu geführt, dass die Penne al Tomato zum Nudelsalat mutiert ist. Aber es war also echt lecker, hät ich so nicht erwartet auf der Fähre. Ach ja und von wegen kalt, unser Überlängezuschlag hat leider nicht dazu geführt, dass die Fähgesellschaft nun etwas mehr Geld zum Heizen übrig hat. Nöööö. Es war echt arschkalt in der Kabine und zog grauselig. Zum Glück haben sie im Schiffsladen tolle Schaltücher verkauft. Wie war das noch mal mit der Einnahmequelle? Wirklich frustrierend ist vor allem, dass nur zwei Stockwerke unter mir mein kuschelig warmer Schlafsack wäre. Pfffffffft…

Am Morgen hat der Wecker um halb sieben geklingelt. Ja ich hab einen an der Waffel,  aber man hat ja nun nicht soooo oft die Möglichkeit, einen Sonnenaufgang auf dem Meer zu geniessen. Ausserdem hab ich den restlichen Tag noch Zeit zu schlafen. Und ich finde, es hat sich also durchaus gelohnt. 🥰

Die Einreise in Tunesien verlief unkompliziert. Es hat zwar irgendwie zwei Stunden gedauert, bis die ganze Gruppe durch war. Aber zum Glück musste weder jemand einen Covid Test machen, noch wurde ein Auto gefilzt. Also zwar nicht kurz aber schmerzlos. Könnte man sagen.

Montenegro 2021

So und da wir sowieso grad am Balkan waren, haben wir die Montenegrotour von NPL Overland, die eigentlich für letztes Jahr geplant gewesen war, noch hintendran gehängt. Hier war die Gruppe zwar etwas grösser wie in Serbien was aber dem Spassfaktor keinen Abbruch getan hat. Einige Leute kannten wir bereits von vergangenen Touren und haben uns deshalb wie auf einer Tour mit «unserer» Familie gefühlt!

Auch von dieser Tour hab ich ein Video erstellt, langsam hab ich mich ein bisschen in mein neues Programm reingefummelt und Spass daran. Euch viel Spass beim Anschauen!

Hier der direkte Link aufs Video, wer lieber nicht auf Youtube guckt:

http://www.horsebalance.ch/Video%20Montenegro%202021.mp4

Im Video verarbeitet gemafreie Musik von www.frametraxx.de

Serbien 2021

Nach den tollen Erfahrungen der Albanientour 2019 haben wir uns entschlossen, dieses Jahr wieder eine (oder eigentlich grad zwei) Balkan Touren mit NPL Overland und Rustikatravel zu buchen.

Und da die Tage auf geführten Touren immer recht kurz sind, habe ich mich dazu entschlossen, wieder ein Video zu erstellen anstatt zu bloggen.

Voilà:

Falls sich das Video unten nicht direkt abspielen lässt (oder man lieber nicht auf YoutTube möchte), hier der direkte Link zum Video online:

http://www.horsebalance.ch/Video_Serbien_2021.mp4

Albanien 2019

Dieses Jahr hat es uns nach Albanien verschlagen. Aus lauter Faulheit 🙈 haben wir uns einer geführten Tour angeschlossen und was soll ich sagen? Die Entscheidung war goldrichtig. So konnten wir dieses tolle Land ohne viel planen und studieren einfach nur geniessen. Nils von npl-overland.eu war ein toller Guide und wir waren sicher nicht das letzte Mal mit ihm auf Tour! Und weil wir uns so entspannt haben, hatte ich so gar keinen Bock gross was zu schreiben. Drum mach ich faul weiter und poste nur ein Video 😊.

Falls sich das Video nicht direkt hier abspielen lässt entweder auch download klicken oder dann hier auf den direkten Link zum Video:

http://www.horsebalance.ch/Albanien_2019.mp4