Litauen und Polen

Nach dem erholsamen Strandnachmittag verlassen wir heute Lettland. Schon nach wenigen Kilometern überqueren wir die Grenze wiederum ziemlich unspektakulär. Auf dem Weg machen wir Halt bei einem Nationalpark um eine kurze Wanderung zu einem Aussichtsturm zu machen, von dem man auf die bekannte kurische Neerungen sieht, die wir aus Zeitmangel leider auslassen müssen. Aber nach der Reise ist ja bekanntlich immer vor der Reise! Der Wanderparkplatz ist heute aber Schauplatz eine Windsurf Wettkampfes. Überall wuseln Menschen in Neoprenanzügen herum. Wir stellen die Autos an die Strasse und laufen trotzdem zum Turm. Dieser stellt sich dann zwar eher als Türmchen heraus und die Nerungen sind schon seeeehr weit weg. Aber immerhin sehen wir ein paar Windsurfer vorbeiflitzen und Eva hat einmal mehr eine Drohne zu bewundern.

Unsere Route führt uns am Ufer der Memel entlang. Unterwegs halten wir bei einer alten Opferstätte, von der aus man an das anderes Ufer, also nach Weissrussland sieht. Über eine lange Treppe kann man bis an den Fluss runterlaufen. Allerdings sind alle ausser Marcel grad zu faul dafür. Ansonsten verläuft der Tag recht ereignislos. Die Strasse kurvt dem Fluss entlang und führt durch hübsche kleine Ortschaften. Als Übernachtungsplatz finden wir einen hübschen Campingplatz im Honeyvalley, den wir fast für uns alleine haben. Man merkt, das Wochenende ist vorbei. Marcel und Martin machen noch einen Besuch im Schloss Panemuné, während Caro und ich schon mal den Campingplatz einwohnen. Beim abendlichen Spaziergang mit Panja an die Memel, erspähe ich noch einen superschönen Stellplatz direkt am Fluss. Mal gucken, wenn ich das nächste Mal in der Gegend bin. Markiert ist er auf meiner Karte jedenfalls schon mal.

Am nächsten Morgen halten wir auf dem Weg nochmals beim Schloss, damit Caro und ich es zumindest noch von aussen anschauen können und machen einen Spaziergang einmal rundherum.

Nachdem wir in einem typischen litauischen Supermarkt eingekauft haben, geht es weiter auf hübschen TET Wegen, bis wir wieder auf Asphalt wechseln, damit wir noch etwas Strecke machen können.

Denn die Zeit läuft, in drei Tagen werden wir in Berlin erwartet. Einen Halt bei einem über 50 Meter hohen Aussichtsturm in der Nähe von Bristonas, lassen wir uns aber natürlich nicht nehmen. Die Aussicht auf die Memel und die umliegenden Dörfer muss zwar mit 340 Stufen hart erarbeitet werden, lohnt sich aber sehr!

Unser Nachtlager schlagen wir auf einem tollen kostenlosen Zeltplatz an einem idyllischen See in der Nähe von Merkines auf. Das glasklare Wasser und die angenehmen Temperaturen locken sogar Eva ins Wasser. Nachdem wir ausgiebig geplanscht haben, grillieren wir unsere Fleischvorräte. Mittlerweilen sind auch alle badenden Einheimischen abgereist und Marcel und ich setzen uns mit unseren Stühlen auf den Steg und geniessen den idyllischen Abend bei einem guten Buch. Denn leider wissen wir, dass es dies wohl gewesen sein wird mit dem guten Wetter.

In der Nacht fängt es, wie das Wetterapp vorhergesagt hat, an zu schütten wie aus Kübeln. Zum Glück gibt es auch hier einen überdachten Tisch, damit wir immerhin im Trockenen frühstücken können. Das Dachzelt klatschnass zusammenzuklappen, bleibt uns leider nicht erspart. Caro und Martin waren schlauer und haben von Anfang an im Auto geschlafen. Eigentlich wollten wir noch einen Aussichtsturm und die Burghügel bei Merkines besteigen. Denn gestern sind wir an vielen dieser Hügel, die durch lange Treppen erschlossen werden extra vorbeigefahren. Bei dem Wetter lassen wir das aber sein und fahren lieber noch ein paar Waldtracks.

Dann verlassen wir Litauen in Richtung Polen. An der Grenze werden wir mal wieder kontrolliert. Wir werden nach unseren Ausweisen gefragt und halten ihm die ID unter die Nase. Ja sei o.k. Dann kommt ein zweiter und bläfft uns an, ob wir denn keine Pässe dabei hätten. Äh doch haben wir. Also dann, Pässe zeigen. Na gut. Warum auch immer aber egal. Zum Glück habe ich immer beides dabei. Caro und Martin wurden zu einem zweiten Häuschen geschickt, da sie nur IDs hatten. Der nettere Herr hat sich aber nur nochmals sie IDs angeschaut und uns dann weitergeschickt. Häh? Was auch immer dem über die Leber gelaufen ist. Na ja egal, welcome to Poland.

Unser Ziel für heute ist das ehemalige Führerhauptquartier Wolfsschanze. Die zerstörte Bunkeranlage, die von der Natur zurückerobert wird, kann mit einem informativen Audioguide besichtigt werden. Da man auf dem Parkplatz übernachten darf, nehmen wir uns zwei Stunden Zeit für den Rundgang. Irgendwie sehr surreal, wenn man die gleichen Wege läuft wie die Personen, die hier Entscheidungen getroffen haben, die so vielen Menschen so unsägliches Leid gebracht haben. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, wie ich das finde, dass man hier überhaupt Führungen anbietet. Auch wenn es wichtig ist, dass dieses Kapitel nicht vergessen geht. Es gibt sicher auch Leute, die diese Anlage nicht als Mahnmal sondern als Denkmal betrachten. Schwierig…

Die Nacht ist dann eher kurz. Weit nach Mitternacht bekommen wir noch einen Nachbarn mit einem Wohnmobil, dass nach der Ankunft zuerst mal umgeräumt wird. Dann wird natürlich auch noch geduscht. Args. Um sechs Uhr morgens stehen dann die anderen Nachbarn im Zelt bereits wieder auf und eine andere Dame muss genau jetzt ihr ganzes Geschirr abwaschen. Also ehrlich. Na ja, das ist leider das Los des Campers. Vielleicht sollte ich mir auf solchen Plätzen doch mal überlegen, mit Ohropax zu schlafen. Wäre besser für meine Laune ;-).

Am Morgen fahren wir nochmals etwas Überland. Mal über Sandwege, dann Kopfsteinpflaster und besonders unangenehm über eine Art Panzerpiste. Meine Güte das war ein Gerüttel. Wellbleck 2.0 sozusagen!

Kaum haben wir wieder Asphalt unter den Rädern müssen wir stoppen. Irgendwas tönt komisch. Aussteigen und ach du Schreck, uns steckt ein riesen Nagel im Rad. Wenigstens kommt Martins Würth Koffer so endlich mal zum Einsatz. Zum Glück war der Nagel aber gebogen und ist deshalb nur im Profil gesteckt. Uff. Rausziehen und weiterfahren.

Da wir immer noch viel Strecke vor uns haben, nehmen wir jetzt die Autobahn in Richtung polnische Ostseeküste. Eigentlich wollen wir noch in den Nationalpark mit den hohen Sanddünen. Allerdings lesen wir dann, dass die Dünen recht weit vom Parkplatz entfernt sind und der Besuch doch einige Zeit beansprucht. Da es nun auch wieder anfängt wie aus Kübeln zu schütten, lassen wir das sein und suchen uns einen Camping. Heute haben wir echt Glück und finden einen kleinen neu gebauten Wohnmobilstellplatz mit super Infrastruktur (das Foto ist natürlich vom nächsten Morgen…).

Wir flüchten uns auf die gedeckte Terrasse und genehmigen uns wettergemäss ein echtes Schweizer Käsefondue. Ein würdiger Abschluss für unsere gemeinsame Reise. Denn morgen treffen wir unsere Offroad Freunde in der Nähe von Berlin und verbringen ein gemeinsames Wochenende.

Fazit

Die baltischen Länder haben uns unglaublich gut gefallen. Fahrerisch zwar keine grosse Herausforderung (zumindest auf unserer Route und im Sommer) und teilweise für meinen Geschmack landschaftlich eher ein bisschen «langweilig» durch den vielen Wald. Aber die Wanderungen, Campmöglichkeiten und natürlich auch die Strände sind einfach nur grossartig. Hier möchte ich unbedingt nochmals hin mit ganz viel Zeit, um einfach mal ein bisschen an einem schönen Platz «zu sein». Ich weiss ich weiss, das sagen wir gerne mal nach unseren Reisen. Irgendwie möchten wir einfach immer viel zu viel sehen, wenn wir unterwegs sind. Na wer weiss, vielleicht schaffen wir das, wenn wir mal (noch) älter sind… 😉

Lettland

Nach der abwechslungsreichen Wanderung im Sooremaa Nationalpark und einem Mittagshalt neben einer wunderschönen Kirche, geht es für uns weiter in Richtung Lettland.

Man muss schon fast aufpassen, dass man den Grenzübertrtritt nicht verpasst. Die Landschaft verändert sich denn natürlich auch nicht wirklich. Und trotzdem gibt es Anzeichen dafür, dass wir in einem anderen Land sind. Es gibt zwar immer noch viele sehr schicke und gepflegte Häuschen. Aber in eingen Region sehen wir doch vermehrt fast verfallene Behausungen, die noch bewohnt werden. Ausserdem ist die sowietische Vergangenheit vermehrt sichtbar in Form von verfallenen militärischen Einrichtungen und Gedenkstätten. Ausserdem müssen wir uns von den tollen RMK Plätzen verabschieden, solche finden wir hier nicht. Dafür jede Menge Campingplätze.

Unsere Route führt uns nach Sigulda. Offenbar DER touristische Hotspot Lettlands, dank dem nahen Gauja Nationalpark. Wir sind zuerst grad ein bisschen überfordert vom Trubel. Auch der sehr gut ausgestattete Campingplatz direkt an einem hübschen See ist sehr gut besucht. Wir nützen vor allem die Duschen und die Waschmaschine. Leider regnet es seit dem Mittag immer mal wieder mehr oder weniger heftig. Während der Fahrt war das nicht schlimm, aber nun wiird es etwas unangemütlich. Obwohl wir uns unter die Markise flüchten können, wird uns ziemlich bald kalt und wir flüchten uns in die warmen Schlafsäcke. Die Nachttemperatur erreicht wohl kaum noch 1

Am Morgen sieht die Welt schon wieder anders aus, es hängen zwar immer noch dunkle Wolken am Himmel, aber die Sonne drückt schon bald durch. Muss ich mir doch glatt das SUP schnappen. Wann hat man schon mal einen See ganz für sich alleine. Sogar zu ein paar Schwimmzügen kann ich mich überwinden, schliesslich wartet eine warme Dusche.

So können wir in der Sonne frühstücken und alles noch etwas trocknen lassen. Für das Vormittagsprogramm trennen wir uns. Caro, Martin und Eva machen eine Wanderung in einem Tierpark. Da dort Hundeverbot ist, machen Marcel, Panja und ich eine kleine Wanderung an einem Nebenfluss der Gauja.

Nach dem Mittag treffen wir uns in dem sehr hübschen Örtchen Ligatne. Netterweise hat grad ein Eisverkäufer am Treffpunkt seinen Stand aufgeschlagen, müssen wir natürlich ausnützen. Nach kurzer Beratung werden wir uns einig, dass es heute noch nach Riga gehen soll. Wenn wir schon da sind wäre es doch schade, die Stadt auszulassen.

Der «Riga City Camping» liegt zwar mitten im Industriequartier, auf dem Parkplatz einer Messehalle. Trotzdem ist es recht ruhig und der Hundspaziergang ist auch möglich am Ufer eines Flüsschens, das gerade hinter dem Camping entlangführt. Fussäufig ist man in gut 20 Minuten am Rande der Altstadt. Alles in allem also eine gute Wahl. Die anderen machen sich schon bald auf in die Stadt, während ich mit Panja noch etwas länger am Camping bleibe, damit sie nicht so lange alleine ist.

Als Treffpunkt haben wir ein Lokal der Kette «Lido» vereinbart, ein Tipp von Janniks «Schwiegermama in spe». Für uns ein eher ungewohntes Konzept, denn das Lokal funktioniert wie eine Kantine. Man stellt sich in die laaaange Schlange, zapft sich sein Getränk (was beim Bier aufgrund des Unvermögens einiger Zapfwilligen eeeeewigs dauert) und zeigt dann auf die landestypischen Speisen, die man haben möchte. Bei mir gab es Hackbraten mit Nüdeli an einer Art weisser Bolognaisesauce und einen sehr leckeren Randen-Kartoffelsalat, bei dem ich aber beim besten Willen nicht herausgefunden haben, womit dieser gewürzt war. Caro hat dann noch aus dem vollen Geschöpft und uns eine Auswahl vom Dessertbuffet gebracht. Alles meeega fein! Desserts können sie hier sowieso. Hejejej haben wir schon leckere Kuchen gehabt hier!

Nach dem Essen ging es für Eva dann ab Richtung Camp, während Marcel und ich noch durch die Strassen flaniert sind. Riga ist wirklich eine wunderschöne Stadt. An jeder Ecke gibt es etwas zu sehen. Ausserdem ist es abends selbst im touristischen Zentrum überhaupt nicht überlaufen.

Auf dem Rückweg ins Camp machen wir Halt im Nachbarhotel, denn die haben eine tolle Rooftopbar mit Sicht auf den Fluss und die Altstadt. Da gönnen wir uns natürlich einen wirklich ausserordentlich feinen Drink. Irgendwie fruchtiger Wodka und was weiss ich noch was alles. Sehr fein.

Wenn wir schon in Riga sind, möchten wir noch etwas mehr davon sehen. Auf dem Plan steht die grosse Markthalle. Da dies Distanzmässig doch ein bisschen weit zum Laufen ist, rufen wir uns ein Bolt. Der Fahrer weigert sich aber, Eva ohne Kindersitz mitzunehmen. Da wir das schon befürchtet haben, schwenken wir um auf Plan B. Anstatt Marcel bleibt nun Caro zurück und nimmt nebst Eva auch noch Panja mit auf den Spielplatz. Die Markthalle ist riiiiiiiesig und es gibt alles zu kaufen, was man sich vorstellen kann. Vor allem Fisch in allen Formen und Farben aber auch Fleisch. Hier wird «von Bone to Tail» noch gelebt.

Anatomiekunde im Schaufenster sozusagen. Nachdem wir uns sattgesehen haben, laufen wir nochmals durch die Altstadt mit Ziel Alberstrasse, die bekannt ist für die Jugendstilbauten. Ich bleibe dabei, eine tolle Stadt.

Unser Weg führt uns an der Russischen Botschaft vorbei (zumindest, wenn ich das mit meinen beschränkten Russischkenntnissen richtig interpretiert habe). Spannend war, dass die Strasse neben der Botschaft ein relativ neues Strassenschild hatte, auf dem «Ukraine Strasse» stand. Ausserdem hing grad vis à vis am Gebäude eines Museums ein riesiges Portrait von Putin mit einem Skelettkopf. Leider ist das Foto nicht so gut geworden. Immerhin wird hier Farbe bekennt!

Da wir gut aus der Stadt rauskommen, fahren wir wieder ein Stück auf dem TET. Teilweise wieder langweilig über Holzerautobanen. Dann aber wieder hübsche Strässchen durch Wald und kleine Ortschaften. Unterwegs machen wir noch einen Stop bei einem Holzbohlenrundweg zu ein paar hohen Sanddünen mitten im Wald. Nur Panja findet die vielen steilen Metalltreppen etwas suboptimal, hat es aber tapfer mitgemacht.

Übernachtet wird auf einem einfachen aber sehr toll gelegenen Campingplatz kurz vor Kap Kolka, dem nördlichsten Punkt der Halbinsel Kurland. Der Strand vor dem Camping ist wunderschön und lädt zu einem abendlichen Bad ein. Das Wasser ist zwar eher kalt (obwol überall steht, dass das Wasser auf der Seite wärmer ist, da eher seicht, pfffffffffft) und eine warme Dusche zum Aufwärmen gibt es nicht. Sommershower nennen sie das hier.

Am Morgen laufen wir dann den Kilometer bis zum Kap Kolka dem Strand entlang und hüpfen zum Trotz grad nochmals ins kalte aber wunderschöne Meer, bevor es weitergeht.

Heute fahren wir wieder ein Stück des TET und heute sind die Wege wirklich abwechslungsreich, mal Gras, mal Sand, mal Matsch. Oft führt uns der Track durch kleine Feriensiedlungen mit hübschen Häuschen, immer paralell zum Strand.

Plötzlich stehen wir vor einem verfallenen Turm inmitten einer offenbar riesigen Militäranlage, die immer mehr vom Wald verschluckt wird. Der perfekte Platz für einen kurzen Mittagshalt.

Spätef besuchen wir noch den Leuchtturm von Ovisi; 1814 erbaut und somit ältestern Leuchtturm Lettlands. Während die anderen vier da hochklettern, lassen Panja und ich uns am wunderschönen Sandstrand den Wind um die Ohren wehen.

Dass das Wochenende vor der Türe steht merken wir, als wir auf die Suche nach einem Campingplatz gehen. Offenbar ist Camping auch in Lettland unglaublich beliebt. Wir finden Platz auf einem riiiiesigen Campingplatz, der sehr gut besucht ist. Zuvorderst an der Klippe stehen die Zelte dicht gedrängt. Gut, es ist auch wirklich eine tolle Aussicht da vorne. Wir begnügen uns mit einem der hinteren Platz abseits vom Trubel und machen dafür einen langen Abendspaziergang am Strand.

Der Held des Platzes ist für mich aber der Erbauer des Damenklos. Die Trennwände und Türen sind mit gutem Willen knapp Schulterhoch. Man sieht zwar nicht raus, wenn man auf dem Topf sitzt, jeder der vorbeiläuft, sieht aber natürlich auf den Topf. Na ja gut, eigentlich auch nur auf den Kopf…

Weiter geht es über den TET, wieder auf sehr schönen, abwechslungsreichen Wegen. Sand, Waldboden und Matsch wechseln sich ab.

Na ja gut also das mit dem Matsch war dann plötzlich ein bisschen zu viel des Guten. Wir stecken fest, nix geht mehr. Oups. Zum Glück sind wir ja nicht alleine unterwegs und dank dem Einsatz von Martins Seilwinde sind wir rasch wieder draussen. Krönchen richten und weiter geht es.

Unterwegs besuchem wir erneut einen Leuchtturm. Dieser ist noch höher wie der gestrige. Die nette Dame, die die Tickets verkauft, stellt selbst Schmuck her aus Bernstein und zeigt uns faustgrosse Klumpen, die sie hier am Strand findet. Ich schaffe es natürlich nicht, da wieder rauszulaufen ohne ein Paar Ohrringe im Gepäck…

Unser nächster Halt ist bei einer Militärkaserne, die sehr idyllisch am Strand erbaut worden ist. Heute wird ihr das zum Verhängnis, denn die Anlage wird langsam vom Meer verschluckt. Das bietet aber wenigstens tolle Fotomotive.

Die Weiterfahrt führt uns durch Liepaja, einer Stadt mit einer speziellen Geschichte. Der nördliche Teil der Stadt war zu Sowietzeit dem Militär vorbehalten. Im südlichen Teil wurde zwar gelebt, allerdings war auch hier Sperrzone. Diese Zweiteilung sieht man auch heute noch.

Da wir gestern gemerkt haben, wie beliebt Camping in Litauen ist, entscheiden wir uns, heute frühzeitig einen Camping zu suchen. Das war eine gute Entscheidung. Auf dem kleinen Campingplatz Mikjänu ergattern wir den letzten Platz. Der Platzi ist sehr liebevoll gestaltet. Der Besitzer hat offenbar ein Faible für die Fischerei und das Meer. Und obwohl es so voll ist, fühlt es sich nicht unangenehm oder trubelig an. Der wahre Star ist aber der Strand, den man nach einem kurzem Spaziergang durch den Wald erreicht. Hammer. Das Meer ist zwar recht rau, aber das Wasser ist komischerweise wärmer wie noch in der Bucht vor Riga und es macht richtig Spass, durch die Wellen zu hüpfen. Ein toller Tag und ein würdiger Abschluss für unsere Reise durch Lettland.

Estland

Nach einem gemütlichen Frühstück geht es heute zum ersten Mal ans Meer. Die Quellen sind sich nicht ganz einig, ob es nun die Ostsee oder der finnische Meeresbusen ist. Aber wie auch immer, nach einer halben Stunde Fahrt durch hübsche Wälder und sehr gepflegte Dörfer erreichen wir das Meer endlich. Hier fällt uns das erste Mal auf, wie gepflegt alles ist. Neben einem Leuchtturm steht ein wirklich hübsches und neu renoviertes Café mit grosser Terrasse. Fast schade, kommen wir grad vom Frühstück. Eva bewundert die Bällen äh Wellen und spielt im Sand und Panja geht ihrem Lieblingshobby nach, sich im Sand wälzen.

Der nächste Stopp ist das Viru Moor. Dort steht ein 11 Meter hoher Aussichtsturm, der über einen rund 5.5 Kilometer langen Rundweg über Holzstege erreicht werden kann. Zuerst ist erstaunlich viel los auf dem Weg. Keine Ahnung, wo die ganzen Leute alle herkommen. Nach dem Turm wird es aber ruhiger, da offenbar viele nicht den ganzen Rundweg laufen. Auf dem Weg zurück durch einen typischen lichten Wald mit Moosboden, sind wir dann fast alleine. Erstaunlich finden wir, dass dieser Rundweg, wie auch die ganzen RMK Camps komplett kostenlos sind. Irgendwie haben wir sogar fast ein bisschen ein schlechtes Gewissen, dass wir als «Ausländer» das auch einfach so nutzen dürfen.

Auf dem Weg zum Camp wollen wir noch einen ehemaligen U-Boot Hafen besuchen. Irgendwie hatten wir dann aber doch nicht so richtig Lust auf Museum. Also schauen wir die Anlage, die eigentlich mehr an einen Lost Place erinnert, nur von aussen an und setzen uns dann in ein gemütliches Café.

Das Nachtcamp schlagen wir auf dem RMK Purekkari telkimisala auf. Das Camp liegt ganz am Ende einer Halbinsel und man hat von vielen Stellen eine tolle Sicht aufs Meer. Zu Fuss kann man noch etwa 1.5 Kilometer bis zum Ende der Halbinsel laufen. Dauert zwar ewig, da man teilweise über Steine hüpfen und sich seinen Weg suchen muss. Aber es lohnt sich. Auch wenn sich die Sonne zum Untergang nicht so richtig zeigt.

Weiter geht es in Richtung Tallinn. Auf dem Weg in die Hauptstadt fahren wir ein kurzes aber sehr schönes Stück des lettischen TET (Trans European Trail). Der TET ist ein Netz von Tracks, die vor allem für Endurfahrer gedacht sind. Da bereits Mittag ist, als wir in Tallin ankommen, suchen wir uns erstmal eine Imbissbude in neu renovierten Hafenbereich. Auch hier alles sehr «fancy» gemacht. Aber irgendwie tue ich mich ein bisschen schwer damit, ob ich das nun gut finde oder nicht. Diese Gebiet sind zwar fancy uns stylisch, aber halt auch sehr austauschbar. Man merkt kaum, ob man nun in Tallinn oder in Barcelona ist. Aber das Essen war sehr lecker und die Aussicht auf den Yachthafen haben wir natürlich auch genossen.

Auf dem Weg zurück zum Schifffahrtsmuseum kommen wir schon an den ersten Schiffen vorbei. Die Schiffe kann man fast alle besichtigen, ohne einen Eintritt ins Museum lösen zu müssen. Wieder sind wir erstaunt, was hier alles frei zugänglich, nicht irgendwie abgesichert und trotzdem weder versprayt noch zugemüllt ist. Hm… Die anderen haben das sehr interessante Museum besucht. Und ich habe mir Panja, einen Stuhl und ein Buch geschnappt und die Kreuzfahrtpassagiere von «Mein Schiff» beobachtet, das auf der anderen Seite vor Anker liegt.

Als alle wieder im Auto sitzen, geht es noch eine gute Stunde bis zu einem weiteren genialen RMK Platz. Der ist ja mal so ganz nach meinem Geschmack. Direkt hinter Dünen, nur ein paar Meter zum langen Sandstrand. Schööööööööööööööööööööön. Natürlich musste ich unbeingt noch ins Meer hüpfen. Wind und Wellen hin oder her. Die anderen haben zwar gekniffen aber egal. Das Wasser ist recht angenehm und im Vergleich zum Mittelmeer auch fast nicht salzig. Jetzt weiss ich auch, warum Panja hier dauernd das Wasser trinken will.

Nach einer sehr angenehmen Nacht bei offenem Dachzelt und Meeresrauschen, muss ich am Morgen natürlich nochmals ins Meer hüpfen. Da wir der Insel Sarremaa einen Besuch abstatten wollen, ist unser Ziel für heute, möglichst nahe an den Fährhafen zu kommen. UND einen Campingplatz zu finden mit Duschen, denn das wäre mal wieder nötig. Wir folgen dem TET Track, der uns durch wirklich tolle Wälder und vorbei an riesigen Windkraftanlagen führt.

Nach dem Mittagessen gibt es noch einen kurzen Halt in einem Nationalpark. Wir laufen die rund 1.5 Kilometer bis zu einem Aussichtsturm. Leider ist dort ausser Kühe nicht wirklich was zu sehen. Bilder unterwegs zeigen uns aber, dass es schon sehr eindrücklich sein muss, wenn alles um den Turm sich in einen riesigen See verwandelt. Nun ist es dafür leider zu trocken. Da nützt es auch nix, dass es heute immer mal wieder nieselt oder sogar kurz aber heftig regnet. Müssen wir halt nochmals wiederkommen, wenn mehr Wasser liegt.

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker bereits um 7 Uhr. Denn wir haben zum Glück noch rechtzeitig festgestellt, dass die Fähre nach Sareemaa wohl am Samstag sehr beliebt ist. Unsere Wunschverbindungen sind ausverkauft, also buchen wir noch schnell zwei Tickets für die Fähre um 9:40. Da schon wieder eine dunkle Regenwolke im Anschmarsch ist, geht das Zusammenräumen ausserordentlich fix und wir sind frühzeitig am Hafen. Auch hier wieder alle top modern. Die Schranke öffne sich bereits, weil sie unser Kennzeichen erkannt hat und uns wird die richtige Linie angezeigt. Wow. Die Fähre wirkt denn auch sehr neu, hat ein schönes Restaurant und einen Spielplatz. Obwohl die Überfahrt nur eine halbe Stunde dauert, lässt es sich Eva natürlich nicht nehmen, diesen auszukundschaften.

Auf Sareemaa angekommen, wagen wir uns direkt wieder auf einen TET Track. Und landen irgendwie mitten im Matsch. Jösses, hier möchte ich also nicht langfahren, wenn es länger geregnet hat. Wir kommen zwar gut durch, sauen aber unser Auto einmal komplett ein. Martin hat das irgendwie bits besser im Griff, sein Toyota sieht noch fast jungfräulich aus.

Nach einer Mittagspause am Ende einer Landzunge im Osten der Insel, geht es ganz in den Westen. Obwohl wir zeitweise den TET verlassen, um bissel Strecke zu machen, zieht sich die Strecke ziemlich. Liegt vermutlich auch daran, dass sowohl der TET als auch die normale Teerstrasse grösstenteils durch Wälder führt. Selbst wenn die Strecke auf der Karte fast am Meer entlang führt, ist nichts spannendes zu sehen. Ich glaube wir sind alle froh, als wir endlich am Ende der Landzunge bei einem weiteren Leuchtturm ankommen. Eva dreht ihre Runden in einem Steinlabyrinth, während Marcel mit Panja bis ganz ans Ende der Landzunge läuft. Zur Belohnung gibt es Café und Kuchen auf einer Terrasse mit Meerblick. Nur der Wind ist ein bisschen ein Spielverderber.

Der Plan ist also klar, ein relativ windgeschütztes Camp muss her für die Nacht. So macht das keinen Spass. Eigentlich wären wir zwar alle müde, aber hilft ja nix. Hier wollen wir nicht bleiben. Das angepeilte RMK Camp Veere, das im Osten einer Landzunge liegt und demnach etwas geschützter sein müsste, liegt noch eine gute Stunde entfernt. Dort ist aber weil Samstag irgendwie die Hölle los und es dauert, bis wir uns in ein passende Plätzli manövriert haben. Schlussendlich ist es aber eine gute Wahl, denn nachts ist es komplett ruhig und wir stehen direkt am Meer, das hier allerdings mehr wie ein See wirkt. Nur Baden ist leider nix, ausser für Panja. Denn das Wasser ist voller Quallen. Am Ufer ist ein richtiger Algenquallenglibberteppich. Buäk. Google versichert uns zwar, dass diese Ohrenquallen nicht gefährlich seien, aber wer weiss denn schon, ob sich Google nicht auch mal irren kann.

Am nächsten Morgen werde ich schon um halb sieben wach, da mir die Sonne durch das Fenster direkt auf die Nase scheint. Frechheit! Rausgeguckt, superschönes Wetter und das Meer spiegelglatt vor der Haustüre. Na gut, muss eh aufs Klo, steht ich halt auf und lese ein bisschen am Strand. Stuhl und Buch schon platziert guck ich nochmals ans Ufer. Über Nacht haben sich die Quallen irgendwie verzogen. Es hat zwar schon noch einzelne, aber nicht mehr so einen dicken Glibberteppich. Hmmmm ich habe ja meinen Kopf durchgesetzt und das SUP eingepackt. Eeeeeigentlich, warum nicht? Gesagt getan, alles aus dem Auto gekramt, SUP gepumpt, lange Hosen angezogen und todesmutig durch die paar Quallen gewatet. Nix passiert, uff! Hatte die leise Hoffnung, dass es mitten auf der Buch keine Quallen hat. Denkste. War wie die Schildkrötenwanderung bei «Finding Nemo». Überall waren Quallenstrassen. Ne, da gehe ich also nicht rein. Egal was Google sagt. Paddel ich halt durch die Bucht und geniesse den ruhigen Morgen.

Nachdem die anderen auch aufgestanden sind und wir ein Pancakefrühstück genossen haben (ist schliesslich Sonntag!), verlassen wir diesen wundervollen Platz. Schliesslich gibt es noch viel zu sehen.

Auf der anderen Seite der Bucht finden wir grad einen richtig tollen Track durch den Wald. Die Fahrspuren werden immer schlammiger und es sieht aus wie bei einer Urwaldexpedition. Handy raus und filmen. Cool. Aber ähm sh…, vergessen den Aufnahmeknopf zu drücken. Wuah, sowas dummes aber auch. Anfängerfehler…

Der nächste Halt sind die Klippen von Panga. Nachdem es heute morgen in der Bucht noch eher den Anschein gemacht hat, dass wir an einem grossen See sind, ist hier so richtig Meer. Die Wellen brechen sich weit unten und es führt ein Spazierweg entlang der Klippen. Fast ein bisschen Portugalfeeling. Man könnte noch bis zu ehemaligen Militärbunker laufen, das schenken wir uns aber.

Eva haben es die Spielautos aus Holz angetan, wir Erwachsene plündern den Snackkiosk. Zugegeben, an frittierte Wieneri muss man sich gewöhnen und was mit Dumplings übersetzt worden ist, hat damit so gar nichts zu tun. Wie so kleine Tortellini die mit Brät gefüllt sind und ausfrittiert werden. Sehr lecker. Zum Dessert gibt es noch einen leckeren Schoggimuffin. Was sich als etwas ungeschickt herausstellt, da unser nächster Stopp bei einer kleinen Senfmanufaktur von deutschen Auswanderern ist. Senf probieren nach einem Schoggimuffin ist jetzt ein bisschen gewöhnungsbedürftig.

Ansonsten sind die Tracks leider nicht mehr so spannend wie der erste am Morgen. Mehr oder weniger geradeaus durch den Wald auf Schotter, na jaaaaaaaaaaa. Zum Glück kommen wir schon bald bei einem kleinen, hm wie soll man dem sagen, Heimatmuseum an. Auf dem sehr schön hergerichteten Gelände stehen ein paar Windmühlen und alte Landmaschinen und Traktoren. Gekrönt von einem kleinen Streichelzoo, den Eva aber leider verschläft.

Geplant ist, dass wir heute mal ein bisschen früher Feierabend machen und uns ein Camp an einem Sandstrand suchen. Der erste Versuch ist leider ein ein Fail. Der Strand ist übersäht mit moderigem Schilf, das vor sich hin stinkt. Ausserdem ist das Wasser am Ufer ganz rötlich, vermutlich vor Algen. Buäk, hier möchten wir nicht schwimmen gehen. Nun wissen wir auch, warum so gar nix los ist auf diesem riesigen Campareal. Weiter geht es zum nächsten Strand. Und da haben wir also viel mehr Glück. Nur schon das Gewusel auf dem Parkplatz deutet darauf hin, dass der Strand gut sein muss. Man läuft zwar etwas 300 Meter bis an den Strand, der Weg führt aber durch einen hübschen Wald. Und der Strand ist genial, flach abfallender feiner Sandstrand wohin das Auge reicht. Kein Wunder, ist hier am Sonntag einiges los. Die Wellen sind auch recht hoch und es macht so richtig Spass, da drinnen rumzuhüpfen.

Nun ist der letzte Tag auf Saaremaa angebrochen. Auf dem Weg zur Fähre fahren wir noch durch eine Gegend, wo superschöne Ferien»häuschen» stehen. Viele davon neu gebaut oder wohl kürzlich komplett saniert. Suuuuuper schöne Anwesen. Mit selbstverständlich akkurat gemähtem Rasen. Ich glaube hier in Estland kriegt jeder zum Schulabschluss einen Rasenmäher. Anders kann ich mir das nicht erklären. Habe noch in keinem anderen Land so akkurat gemähte Rasenflächen in diesen Dimensionen gesehen!

Gegen Mittag kommen wir grad noch als letztes Autos auf die Fähre. Glück gehabt. Wie das System genau funktioniert, haben wir zwar nicht ganz gerafft. Man bucht eine bestimmte Zeit, aber wenn man früher kommt, dann lässt einen die Schranke trotzdem rein. Obwohl wir online für dies frühere Verbindung nicht mehr buchen konnten, da ausgebucht. Soll mal einer verstehen. Na egal, hauptsache wir sind drauf!

Da grad Mittag ist, plündern wir noch das wirklich gut ausgestattete Bordrestaurant, bevor es dann teils über den TET Trail und teils über Teerstrassen mehr oder weniger abwechslungsreich bis nach Pärnu geht. Die Stadt gilt als «Sommerhauptstadt» Estlands. Warum weiss ich eigentlich gar nicht, vermutlich weil hier der Tourismus schon seit jeher brummt. Bei der Anreise sehen wir schon vor der Stadt viele neu gebaute, sehr hübsche Häuser. Wir sind uns einig, die würden wir auch nehmen. Wenn denn ein Gärtner und ein Fensterputzer im Kaufpreis mit dabei ist! Auch das Stadtzentrum ist wirklich hübsch gemacht. Wir finden ein Café mit einer tollen Auswahl an Torten, durch die wir uns durchprobieren. Anschliessend schlendern wir durch die hübsche Fussgängerzone. Ich fühle mich ein bisschen wie man Filmset von «Gilmore Girls». Nur die Elefanten, die hier allgegenwärtig sind, passen nicht so recht ins Bild. Gemäss Google war wohl mal ein Zirkus in der Stadt und da die Bewohner sich so darüber gefreut haben, wurde der Elefant quasi Stadttier.

Nun ist es nur noch eine knappe Stunde bis zu unserem Ziel, dem Soomaa Nationalpark. Wir finden wieder ein tolles RMK Camp direkt am Fluss.

Leider fängt es schon bald an zu regnen. Wobei ganz so leider ist das irgendwie doch auch nicht. Denn trotz Regen, werden wir fast von Mücken gefressen. Ich möchte ja gar nicht wissen, wie es hier wäre, wenn es nicht regnet! Wir haben den Platz für uns ganz alleine und nehmen den überdeckten Tisch in Beschlag. Regen hin oder her, ich habe ja ein SUP dabei. Badeanzug an und ab aufs SUP. Spart mir grad die Dusche. Eine Stunde paddel ich über den moorigen Fluss. Sooooo schön, trotz strömendem Regen. Fühle mich fast ein bisschen wie Mogli im Dschungel!

Eigentlich ist der Plan, dass ich am nächsten Morgen nochmals paddeln gehe. Aber irgendwie schläft es sich hier einfach zu gut und so reicht die Zeit dafür nicht mehr. Denn wir wollen den Ingatsi Moorweg laufen. Vom Parkplatz aus führt der Weg zuerst über etwas schlüpferige Holzdielen durch einen Dschungelwald bis zur Moorkante, die fünft Meter höher liegt wie der Wald. Oben auf dem Moor steht dann ein 15 Meter hoher Turm. Von da aus überblickt man die die weite Moorlandschaft. Der Trail läuft noch weiter bis zu den ersten Moorseen, in denen man auch baden könnte. Irgendwie ist es uns dafür aber grad etwas zu frisch. Wir beschweren und aber so gar nicht über den Wind, denn der hält uns die Mücken hier immerhin etwas fern. Im Wald wurden wir noch fast bei lebendigem Leibe verspeist. Es sind nur wenige andere Wanderer unterwegs und so geniessen wir das Moor zeitweise ganz für uns alleine.

Und nun geht es weiter nach Lettland.